Schwarzer Rettich - kleine Knolle, große Wirkung

Schwarzer Rettich - kleine Knolle, große Wirkung

Der Schwarze Rettich - auch bekannt als Acker-, Kugel-, Winter- oder Kriebelrettich - hat genau dann Saison, wenn wir ihnen brauchen: im Winter! Denn das schwarze Gemüse ist nicht nur unfassbar lecker, sondern soll (in Kombination mit anderen Zutaten) auch eine heilende Wirkung haben.

Seinen Namen verdankt er seinem Aussehen: Außen ist er nämlich rabenschwarz. Das Fruchtfleisch dagegen strahlend weiß und fest. Verwandt ist der Schwarze Rettich mit den Radieschen, dem Meerrettich und dem Senf, außerdem mit Rotkohl, Pak Choi und Blumenkohl. Was aber jeden Landwirt freut: Im Gegensatz zu seinen Verwandten ist er sehr viel anspruchsloser im Anbau - leichter Frost kann ihm nichts anhaben! Außerdem hat er von Oktober bis Februar Saison und bereichert so die saisonale Winterküche.

 

Schwarzer Rettich in der Küche

Schaut man sich die Verwandten des Schwarzen Rettichs an, ist es nicht verwunderlich, dass die schwarze Knolle - dank der darin enthaltenen Senfölen - scharf im Geschmack ist. Wir würden sagen, sogar etwas schärfer als seine Verwandten. So kann er aber vielen Gerichten eine köstlich würzige Note verleihen. In der Zubereitung ist er sehr vielfältig:

Schwarzen Rettich roh essen

Um den Winterrettich roh verspeisen zu können, muss er nicht unbedingt geschält werden. Wir lassen die Schale am liebsten dran und verleihen unserem Essen so tolle Farbkontraste. Egal ob in dünnen Scheiben, geraspelt oder fein gerieben - der Schwarze Rettich macht sich roh toll in Salaten oder als Beilage zur Brotzeit. Zerkleinert und gepresst kannst du ihn auch super als Saft trinken! Eine weitere Variante, ihn roh zu verspeisen: Den Rettich einlegen.

Unser Geheimtipp: Salz entzieht dem Rettich seine Schärfe, genauer gesagt die Senföle. So kannst du ihn ganz einfach im Geschmack etwas abmildern.

Rettich-Salat

Zutaten

400 g Schwarzer Rettich

1 TL Salz

1 säuerlicher Apfel

100 g Saure Sahne

1 EL Weißweinessig

2 TL flüssiger Honig

20 g Schnittlauch

Pfeffer

 

Zubereitung

1. Den Rettich waschen, ggf. schälen und grob raspeln. In eine große Schüssel geben, mit dem Salz vermischen und 10 Minuten ziehen lassen.

2. Den Apfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und ebenfalls grob raspeln. Zum Rettich dazu geben.

3. Die saure Sahne mit dem Essig sowie dem Honig verrühren und mit Pfeffer würzen. Zu Rettich und Apfel in die Schüssel geben. Alles gut durchmischen.

4. Den Schnittlauch waschen, trocken schütteln, fein schneiden und über den Salat streuen.

Du kannst den Salat entweder sofort servieren oder einige Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.

 

Schwarzen Rettich kochen oder braten

Gekocht essen wir den Rettich am liebsten als Suppe - eine echte Wohltat im Winter, vor allem bei Erkältungen. Du kannst ihn aber auch braten. In Kombination mit anderem Gemüse und Kartoffeln eine echte Leibspeise, wie wir finden. Unser heimlicher Favorit ist aber immer noch die Zubereitung im Ofen! Das Rezept möchten wir dir auch nicht vorenthalten:

Schwarzer Rettich aus dem Ofen

Zutaten

3 Knollen Schwarzer Rettich

6 Zweige Thymian

Für die Marinade:

1 EL Sojasoße

2 Knoblauchzehen

200 ml Gemüsebrühe

3 EL Olivenöl

Salz & Pfeffer

 

Zubereitung

1. Den Backofen auf 220° C Grillfunktion erhitzen.

2. Den Rettich schälen und im Ganzen für ca. 5-10 Minuten in Salzwasser leicht köcheln.

3. Die Zutaten für die Marinade verrühren, die Knolle dann in 2 cm dicke Scheiben schneiden und mit der Marinade einreiben.

4. Den Rettich in einer ofenfesten Form verteilen und überschüssige Marinade dazu gießen. Die Thymianzweige darauf verteilen und für ca. 10-15 Minuten grillen, bis der Rettich leicht bissfest ist und eine braune Röstfarbe entstanden ist.

 

Die Wirkung des Schwarzen Rettichs

Neben gutem Geschmack kann der Schwarze Rettich aber noch viel mehr, denn er ist super reich an gesunden Nährstoffen, wie Kalzium, Magnesium, Kalium, Vitamin C, Vitamin B und Senfölen. Deshalb wird dem schwarzen Gemüse eine heilende Wirkung nachgesagt: Es soll antibakteriell, keimhemmend und schleimlösend wirken. Außerdem soll er die Verdauung von Fetten anregen und Entzündungen auf der Haut lindern. In der kalten Jahreszeit perfekt gegen Erkältungssymptome!

Und das Beste: Mit nur einer weiteren Zutat kannst du einen Hustensaft ganz einfach selbst herstellen. Wir zeigen dir, wie das funktioniert:

Schwarzer Rettich als Hustensaft

Zutaten

1 Schwarzer Rettich

2-5 EL Honig oder (Kandis-)Zucker (je nach Größe der Knolle)

 

Zubereitung

1. Einen "Deckel" vom Rettich abschneiden.

2. 2-3 EL Rettichfleisch mit einem Löffel heraus schaben oder mit einem Messer vorsichtig raus schneiden (Das Fleisch nicht wegwerfen - das kannst du direkt vernaschen oder anders roh verarbeiten).

3. Mit einem Schaschlik-Spieß 2-3 Löcher in den Boden des Rettichs stechen. Rettich mit dem durchlöcherten Boden auf ein verschließbares Gefäß setzen.

4. Das Loch im Rettich mit Honig füllen. "Deckel" wieder auf den Rettich setzen und warten!

Nach einiger Zeit bildet sich ein Sirup, der über die Löcher in das Gefäß tropft. Hast du akuten Bedarf, kannst du dir auch in der Zwischenzeit schon immer mal wieder etwas von dem Hustensaft nehmen.

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