So funktionierts: Lebensmittel und Gekochtes einfrieren

So funktionierts: Lebensmittel und Gekochtes einfrieren

Die ersten Feiertage und das große Schlemmen sind vorbei - und wir stehen jetzt vor einem großen Berg an gekochten Leckereien, die wir so schnell gar nicht verbrauchen können. Die beste Lösung: Einfrieren! Dabei gibt es das ein oder andere aber zu beachten. Wir haben dir alle Tipps & Tricks, die wir kennen, zusammengetragen:

 

Das solltest du beim Einfrieren beachten

1. Lebensmittel und gekochte Gerichte sollten beim Einfrieren immer bereits vollständig abgekühlt sein! Am besten ist es, wenn sie vorher schon kurz im Kühlschrank gelagert wurden.

2. Um Eiskristalle zu vermeiden, muss das Gefriergut verpackt und gut verschlossen werden. Am besten eignen sich dafür Gefrierbeutel oder Behältnisse aus Plastik, denn die sind luftdicht. Ansonsten wird der Geschmack und die Konsistenz beeinflusst!

3. Wenn du Gefrierbeutel nutzt, solltest du unbedingt die Luft vor dem Verschließen herausdrücken. Denn Luft wirkt sozusagen wie eine Isolierschicht. Wenn du Plastikgefäße nutzt: Fülle sie nur bis kurz unter den Rand. So lassen sie sich auch besser verschließen. Achte bei ihnen aber darauf, dass sie zum Tiefkühlen auch geeignet sind. Das erkennst du an den Symbolen auf der Unterseite der Gefäße.

4. Achte beim Einfrieren darauf, die Lebensmittel bzw. die gekochten Gerichte so zu portionieren, dass du sie nach dem Auftauen komplett verbrauchst. Einmal aufgetaut, sollte es nämlich nicht wieder eingefroren werden.

5. Du hast ziemlich viel zum Einfrieren und möchtest deshalb Platz sparen? Gefrierbeutel sollten flach befüllt werden. Viereckige Plastikgefäße eignen sich aber am besten, denn die kannst du super stapeln.

6. Schon mal von Schockfrosten gehört? Dabei werden innerhalb weniger Minuten Temperaturen von -20°C und niedriger erreicht. Genau diese Funktion haben viele Tiefkühlgeräte mittlerweile. Dadurch frieren Lebensmittel sehr schnell ein, wodurch sich weniger Eiskristalle bilden können. Also optimal zur Erhaltung der Konsistenz, Farbe, Geschmack und der Nährstoffe! Vor allem für große Fleischstücke und Fische solltest du diese Funktion nutzen.

7. Einfrieren solltest du also am besten sehr schnell - auftauen dagegen langsam. Am besten du legst dein Tiefgefrorenes über Nacht in den Kühlschrank. Wenn es dann doch mal schneller gehen muss, kannst du es auch bei Zimmertemperatur auftauen lassen.

 

Das ist zum Einfrieren geeignet

Fertig gekochte Gerichte

Achte darauf, die Gerichte portionsweise einzufrieren. Wie alles andere auch, kannst du sie im Kühlschrank oder bei Zimmertemperatur auftauen lassen. Wenn es noch schneller gehen soll: Bei niedriger Hitze in die Mikrowelle oder etwas Wasser in einen Topf, das eingefrorene Gericht dazu und bei niedriger Temperatur auftauen. Vor dem Servieren solltest du es aber nochmal aufkochen.

Gemüse

Gemüse eignet sich aber nicht immer zum Einfrieren. Sehr wasserhaltige Gemüsesorten wie Zucchini, Radieschen, Gurken oder Rettiche solltest du nicht einfrieren, da sie matschig werden. Genauso Blattsalate oder andere frische Salate, weil sie schlapp werden und sämtliche Vitamine verlieren. Festes Gemüse wie grüne Bohnen, Erbsen, Möhren oder Brokkoli musst du vor dem Einfrieren blanchieren, damit Farbe und Geschmack erhalten bleiben und sich der Vitaminverlust in Grenzen hält. Das gefrorene Gemüse muss nicht extra aufgetaut werden, sondern kann direkt zum Garen in den Topf gegeben werden.

Obst

Obst solltest du eher nicht einfrieren - besser ist es, wenn du es frisch isst oder zu Konfitüre oder Kompott verarbeitest. Genau wie beim Gemüse verliert wasserhaltiges Obst tiefgekühlt nämlich an Geschmack und Konsistenz. Bei Beerenobst teilen sich die Meinungen. Einige Sorten wie zum Beispiel Johannisbeeren lassen sich gut tiefkühlen, Erdbeeren und Himbeeren dagegen werden nach dem Auftauen matschig. Die kannst du trotzdem noch zu Püree oder Milchshakes mixen. Festes Obst wie beispielsweise Äpfel oder Zwetschgen solltest du vor dem Einfrieren kurz blanchieren. Später kannst du es mit etwas Zucker bestreut bei Zimmertemperatur oder in der Mikrowelle auftauen.

Fleisch

Je geringer der Fettanteil, desto besser kannst du Fleisch tiefgekühlt lagern. Deshalb ist es gut, wenn du Fettschichten vor dem Einfrieren einfach abschneidest. Kleinere Fleischstücke solltest du portionsweise in Bienenwachstücher oder Frischhaltefolie wickeln und erst dann in eine Gefrierdose packen. Zum Auftauen stellst du das Fleisch am besten einen Tag bevor du es zubereiten möchtest in den Kühlschrank. Haltbarkeit: Je nach Fettgehalt zwischen sechs und zwölf Monate.

Fisch

Wenn du selbst einen frischen Fisch einfrieren möchtest, sollest du ihn luftdicht verpacken und dann gekühlt in das Tiefkühlgerät legen. Für Fischfilet gilt das Gleiche wie für kleine Fleischstücke: portionsweise einfrieren, dann lassen sie sich später schneller wieder auftauen. Auch Fisch solltest du zum Auftauen am besten in den Kühlschrank geben und dann schnell zubereiten. Meeresfrüchte lassen sich am besten in einem Sieb über einer Schale auftauen. Haltbarkeit: Sechs bis zwölf Monate.

Geflügel

Geflügel kannst du auch im Ganzen oder in Portionen einfrieren. Die Flüssigkeit, die beim Auftauen austritt, solltest du unbedingt weggießen! So vermeidest du die Gefahr einer Salmonelleninfektion. Deshalb empfiehlt es sich auch, das Geflügel vor der Zubereitung noch einmal mit heißem Wasser abzuspülen. Haltbarkeit: Bis zu zehn Monate.

 

Das ist zum Einfrieren nicht geeignet

Wasserreiches Obst und Gemüse

Durch den hohen Wassergehalt einiger Obst- und Gemüsesorten sind sie nicht zum Einfrieren geeignet, da sie dabei an Geschmack und Konsistenz verlieren und beim Auftauen sehr matschig werden.

Kartoffeln

Werden gekochte Kartoffeln eingefroren, bekommen sie eine grisselige Konsistenz. Rohe Kartoffeln eignen sich auch nicht zum Einfrieren. Die enthaltene Stärke wird bei Minusgraden in Zucker umgewandelt und die Kartoffeln werden so ungenießbar. Außerdem werden gefrorene Kartoffeln glasig. Hast du Kartoffeln dagegen püriert unter eine Cremesuppe gemixt, ist das Einfrieren kein Problem.

Knoblauch

Knoblauch kannst du theoretisch einfrieren – meistens verliert er dadurch aber stark an Geschmack und Aroma. Möchtest du Knoblauch lange lagern, dann kaufe ihn am besten getrocknet.

Milchprodukte

Viele Milchprodukte flocken beim Einfrieren aus, vor allem solche mit hohem Fettgehalt wie etwa Vollmilch, Sahne, Sauerrahm, Joghurt oder Quark. Durch das Einfrieren bekommen sie dann eine grießige Konsistenz. Deshalb eignen sich auch Frisch- und Weichkäse nicht zum Einfrieren.
Hartkäse lässt sich jedoch einfrieren (z.B. Raclette), er verliert aber an Geschmack. Ist er aufgetaut, wird er gerne bröckelig - beim Kochen oder Überbacken spielt das aber keine Rolle.

Eier

Eier solltest du nie roh einfrieren, denn im Gefrierfach kann die Schale platzen. Bereits gekochte Eier werden gummiartig. Lediglich aufgeschlagene Eier kannst du bei Bedarf einige Wochen lang tiefkühlen, um sie hinterher zum Backen oder Kochen zu verwenden.

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