Food Waste: 10 Tipps gegen Lebensmittelverschwendung

Food Waste: 10 Tipps gegen Lebensmittelverschwendung

Der Dezember ist der verkaufsstärkste Monat für alle Supermärkte - der Konsum ist in keinem Monat so hoch wie im letzten des Jahres, ganz egal ob es um Lebensmittel geht oder nicht. Deshalb möchten wir dir zum Beginn des neuen Jahres Tipps mitgeben, mit denen du ein bisschen etwas gegen die Lebensmittelverschwendung tun kannst. Das ein oder andere machst du mit Sicherheit unbewusst schon!

 

Wer wirft wie viel weg?

Wer wie viel an Lebensmitteln jährlich wegwirft, das schaut sich das Statistische Bundesamt regelmäßig an. Im letzten Jahr kamen dabei (wie immer) erschreckende Ergebnisse raus: In Deutschland werden jährlich knapp 11 Millionen Tonnen an Lebensmitteln weggeworfen! Das ist jede Menge und vor allem viel zu viel.

Wer daran Schuld ist? Vor allem die privaten Haushalte, das heißt Menschen wie du und ich. Ganze 59% der Lebensmittelabfälle entstehen dort. Umgerechnet sind das ca. 78 kg, die jede Person jährlich in Deutschland in die Tonne wirft.

Natürlich sind manche Abfälle nicht zu vermeiden, viele Teile jedoch schon. Gegen die Lebensmittelverschwendung kannst du schon vor dem Kochen vorgehen. Wir haben dir alle Tipps, die wir kennen und nutzen, aufgeschrieben:

 

So kannst du Lebensmittelabfälle vorbeugen

 

1. Plane deine Mahlzeiten

Bevor du ohne Plan zum nächsten Bauern oder in den Supermarkt stürmst: Entscheide, was du essen möchtest! Am effizientesten ist es, wenn du z.B. direkt für eine ganze Woche vorplanst. Nimm dir ein Blatt Papier, notiere die kommenden Wochentage und was du an dem jeweiligen Tag kochen möchtest. Zur Inspiration kannst du gerne in unsere anderen Blogbeiträgen oder unsere Social Media Kanäle schauen!

 

2. Einkaufsliste schreiben

Sobald du dir deinen Essensplan gemacht hast, schreibst du dir am besten auch direkt eine Einkaufsliste. So vermeidest du Spontankäufe, die dann wahrscheinlich im Müll landen, weil du sie nicht verbrauchen konntest. Übrigens: Was es jeweils in unseren (Abo-)Gemüsekisten gibt, schreiben wir einige Tage vor Wochenbeginn auf unsere Webseite. Das heißt, auch hier kannst du bereits einplanen, was du von uns geliefert bekommst und was du noch vom Bauern oder aus dem Supermarkt benötigst.

 

3. Regelmäßig Reste verwerten

Hast du dann doch mal zu viel eingekauft oder zu viel gekocht, bietet sich eine Reste-Party an! Hast du noch einiges an Gemüse und/oder Fleisch im Kühlschrank liegen, kannst du das z.B. zu einem leckeren Nudelauflauf kombinieren. Und wenn du viele bereits gekochte Reste hast, dann kommen die alle als kleines Buffet auf den Tisch!
Kleiner Tipp: Wenn du ab und zu mal etwas einfrierst, solltest du nicht vergessen, immer mal wieder in deinem Tiefkühlgerät nachzusehen. Was du beim Einfrieren alles beachten solltest, kannst du übrigens in diesem Blogbeitrag nachlesen.

 

4. Verwende die gesamte Pflanze

Bevor du mit dem Schnippeln vom Gemüse beginnst, frage dich (oder das Internet), ob du den Strunk oder die Blätter der Pflanze wirklich wegwerfen musst - oder ob du sie nicht doch mit zubereiten kannst.
Beim Brokkoli kannst du z.B. den Strunk verwenden, bei der Roten Bete die Blätter. Möhren kannst du mit Schale essen und die weißen Teile im Inneren einer Paprika auch. Aus den Schalen der Kartoffeln kannst du auch noch einiges machen. Was genau, kannst du in unserem Blogbeitrag nachlesen.

 

5. Ein Herz für "hässliches" Obst und Gemüse haben

Eine krumme Gurke, kleine dicke Möhren oder unförmige Zucchini sind genauso lecker und gesund wie die "hübschen" Exemplare. Wenn du regelmäßig unsere Gemüsekisten bekommst, hast du bestimmt das ein oder andere krumme Gemüse bereits entdeckt. Aber genau das ist Mutter Natur!

 

6. Verfallsdaten verstehen & Sinne einsetzen

Viele Produkte sind mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum versehen (MHD) - das ist aber kein Wegwerfdatum! Das MHD zeigt lediglich an, wie lange ein Produkt mindestens seine typischen Eigenschaften behält, wie z.B. Farbe und Konsistenz. Danach ist das Produkt oftmals noch lange genießbar! Um das zu checken, setzt du am besten deine Sinne ein: Solang es noch gut riecht, schmeckt und aussieht, ist das Produkt auch noch gut und verzehrbar.
Anders ist das beim Verbrauchsdatum: Das findest du bei leicht verderblichen Produkte wieder, wie z.B. Fisch, Hackfleisch, Frischgeflügel. Hier solltest du dich wirklich an das Verbrauchsdatum halten - ist das überschritten, sollte das Produkt auf keinen Fall mehr verzehrt werden.

 

7. Auch mal beim Kurzen zugreifen!

Damit meinen wir das MHD. Wenn du sowieso vorhattest, Käse, Schinken oder was auch immer einzukaufen und am selben Tag zu verzehren - dann kannst du auch das Produkt nehmen, das ein kurzes MHD hat. Viele Supermärkte rabattieren diese Artikel mittlerweile. Damit sparst du dann sogar!

 

8. Richtige Lagerung

Oft weiß man nicht, wie man seine Lebensmittel eigentlich lagern soll. Dabei wirkt die richtige Lagerung Wunder für eine lange Haltbarkeit! In diesem Blogbeitrag haben wir dir einige wenige Tipps und Tricks aufgelistet.
Ansonsten kannst du auch darauf achten, dass du die frisch gekauften Produkte hinter diejenigen räumst, die bereits etwas länger im Regal liegen. So verbrauchst du automatisch die Artikel, die ein kürzeres MHD haben!

 

9. Essen einpacken lassen

Du warst mal wieder lecker auswärts essen, hast aber deine Portion nicht ganz geschafft? Dann frage höflich nach, ob man deine Reste einpacken lassen kann. Immerhin hast du dafür bezahlt und es würde sonst im Müll landen. Damit hast du dir das Kochen vom Mittagessen am nächsten Tag vielleicht auch schon direkt gespart! Kleiner Tipp für alle Pommes-Liebhaber: Damit die bei der Resteverwertung noch so richtig lecker sind, solltest du sie am besten kurz in der Pfanne anbraten. Wer möchte, kann sich mit der Beigabe von Käse und Jalapeños köstliche Chili-Cheese-Fries zaubern!

 

10. Ein zweites Leben für Lebensmittel

Manchmal braucht es einfach eine Portion Kreativität und Einfallsreichtum, um aus vermeintlichen alten Lebensmitteln nochmal etwas zu zaubern. Überreifes Obst kannst du ganz einfach zu Marmelade verkochen. Reife Früchte sorgen dabei für besonders viel Geschmack. Schrumpelige Kartoffeln können zu Kartoffelbrei verarbeitet werden. Und aus nicht mehr ganz so frischen Möhren machst du eine leckere Suppe.
Trockenes Brot kannst du für Semmelknödel oder Croutons verwenden. Wenn das Brot richtig hart ist, hast du die Option, Paniermehl daraus zu machen. Oder du frierst dein Brot einfach ein, wenn du merkst, dass du es nicht komplett verbrauchen kannst. Du kannst es nach Bedarf (portionsweise) auftauen.

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